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Grundlagen der Thermografie
Jeder Körper mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunktes (-273,16 °C bzw. 0 K) sendet Wärmestrahlung aus. Diese Strahlung läßt sich meßtechnisch erfassen und grafisch darstellen. Jedem Pixel wird die Farbe der gemessenen Temperatur aus dem verwendeten Farbprofil zugewiesen. Man spricht daher von Falschfarben. Gleiche Farben repräsentieren im einen Thermogramm auch gleiche Temperaturen. In einem anderen Thermogramm kann die gleiche Farbe aber auch einer anderen Temperatur entsprechen.
Mit einer thermischen Auflösung von 0,1 K werden auch minimale Schadstellen frühzeitig erkannt und im Thermogramm ausgewiesen. Dieses Verfahren veranschaulicht die Temperaturverteilung und ermöglicht Rückschlüsse auf schadhafte Dämmungen, Materialänderungen innerhalb eines Bauteils, Wärmebrücken, undichte Bauteilabschlüsse und Leckagen. Die Thermografie ermöglicht Handwerksbetrieben aber gleichermaßen auch den Nachweis einer qualitativ hochwertigen Verarbeitung zu erbringen. Durch die unkomplizierte und zerstörungsfreie Prüfung können lokale Problembereiche (z.B. Leckagen an einer Fußbodenheizung) eng eingegrenzt werden, wodurch sich der Instandhaltungsaufwand u.U. erheblich reduziert. Die Thermografie eignet sich hervorragend als ergänzendes Untersuchungsverfahren, ersetzt jedoch keine individuelle Beurteilung des Einzelfalles. Es ist daher empfehlenswert, im Falle einer geplanten energetischen Sanierung die Energie-Vor-Ort-Beratung mit thermografischen Untersuchung zu kombinieren.
Um auswertbare Ergebnisse zu erzielen, sollten die Temperaturdifferenzen zwischen innen und außen 15 K möglichst nicht unterschreiten. Damit fallen die Sommermonate für eine Außenthermografie grundsätzlich aus. Für die Leckageortung im Innern gilt das natürlich nicht. Der Einfluß der Sonnenstrahlung, aber auch starke Regenfälle oder Sürme können das Untersuchungsergebnis ebenfalls verfälschen. Aus diesem Grund werden thermografische Untersuchungen möglichst vor Sonnenaufgang und bei normalen Witterungsverhältnissen durchgeführt. Sollten Sie bereits eine Thermografie beauftragt haben, so sollten Sie mindestens 12 Stunden vorher das Gebäude auf einer möglichst konstanten Temperatur halten, um einen ausgeglichenen Wärmestrom zu erzeugen.
thermische Auflösung
Für die Gebäudethermografie ist eine Auflösung vom 0,1 K sinnvoll und völlig ausreichend. Geräte mit höheren Auflösungen (bis ca. 0,3 K) zeigen auch Temperaturdifferenzen an, die für die Beurteilung des Wärmeschutzes nicht mehr relevant sind und erschweren damit die sachgerechte Auswertung.